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Pandemie new normal: Prophylaxe als Therapiekonzept beim hereditären Angioödem (HAE)

26. Oktober 2020

Berlin, 27.10.2020 – Die erneut steigenden COVID-19-Infektionen geben Anlass zur Sorge. Denn mit Beginn der Pandemie sanken die Fallzahlen in Arztpraxen, Krankenhäusern und Notfallambulanzen.1-3 Diese Phase hat die Versorgung chronisch kranker Menschen vor enorme Herausforderungen gestellt, so auch Betroffene mit seltenen Erkrankungen. Gerade Patienten mit einem hereditären Angioödem (HAE) werden oft erst im Rahmen von Notfall-Vorstellungen wegen kolikartiger Schmerzen im Gastrointestinal-Trakt oder Schwellungen im Kopf-Hals-Bereich diagnostiziert. Aber auch bei diagnostizierten Patienten sollten Notfall-Vorstellungen unbedingt vermieden werden. Eine effektive Therapie, die sowohl Akutbehandlungs- als auch die Prophylaxe-Optionen umfasst, ist für diese Patienten von großer Bedeutung.4 Seit Februar 2019 eröffnet die Prophylaxe mit Lanadelumab (TAKHZYRO®) HAE-Patienten ab 12 Jahren die Chance auf langanhaltende Attackenfreiheit.5,6 Lanadelumab steht seit 1. Oktober 2020 als Fertigspritze zur Verfügung und kann daher noch einfacher als bisher alle zwei Wochen subkutan appliziert werden.5

 

Das HAE ist eine erbliche, chronische Krankheit, die zu wiederholten Ödem-Attacken (Schwellungen) führt. Diese können im Gesicht, an den Extremitäten oder Genitalien stark beeinträchtigend, im Gastrointestinal-Trakt sehr schmerzhaft und im Kopf-Hals-Bereich lebensgefährlich sein.4 Durch die Attacken selbst und die Angst vor der nächsten Attacke ist die Krankheitslast enorm. Alltag, Ausbildung und Beruf sind erheblich beeinträchtigt.7,8 Ein optimales HAE-Management und eine effektive Attackenreduktion sind daher von großer Bedeutung.4

 

COVID-19-Pandemie: Herausforderung für die Versorgung chronisch kranker Menschen

Mit Beginn der COVID-19-Pandemie und im Zuge des Lockdowns in Deutschland sanken die Fallzahlen im niedergelassenen Bereich und in den Krankenhäusern.1,2 Auch die Inanspruchnahme von Notaufnahmen war rückläufig.3 Der Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt rückläufige Fallzahlen auch bei ICD-10-Diagnosekapiteln, die im Hinblick auf die Manifestationen eines HAE relevant sind: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die stationären Behandlungszahlen bei Krankheiten der Haut und der Unterhaut um 50%, des Verdauungssystems um 46% und des Atmungssystems um 29%.2 Die Inanspruchnahme vertragsärztlicher Leistungen bei Notfällen sank im ersten Quartal 2020 um 30%.1 In Notallambulanzen war ab Mitte März ein Rückgang der Fallzahlen um bis zu 40% festzustellen.3 Dies kann vor allem im Hinblick auf die Diagnose problematisch sein: „Häufig wird das HAE erkannt, wenn Menschen aufgrund von Schwellungen im Bereich der Atemwege oder des Gastrointestinal-Trakts vorstellig werden. Wenn die Betroffenen aus Angst vor dem Corona-Virus den Arztkontakt meiden, kann sich die Diagnose und die notwendige Behandlung verzögern,“ weiß Prof. Dr. Jens Greve, Universitätsklinik Ulm.

 

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