Neurowissenschaften

ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (kurz ADHS) ist eine der häufigsten Verhaltensstörungen neurologischen Ursprungs. Weltweit sind durchschnittlich etwa fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen und etwa drei Prozent der Erwachsenen betroffen. Das Hauptmerkmal von ADHS ist ein sich wiederholendes Muster von Unaufmerksamkeit und/oder Hyperaktivität-Impulsivität, das die Funktionsfähigkeit oder die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigt. Oft verändern sich die Symptome mit zunehmendem Alter: Die körperliche Unruhe nimmt ab, an ihre Stelle tritt innere Unruhe. Konzentrationsstörungen bleiben oft bestehen. Die Behandlung der ADHS sollte verschiedene Maßnahmen individuell kombinieren (multimodale Therapie).
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Epilepsie

Eine Epilepsie und die damit einhergehenden Anfälle beruhen auf einer Funktionsstörung des Gehirns. Bei einem epileptischen Anfall kommt es zu vorübergehenden, abnormen Entladungen einiger Nervenzellverbände in der Hirnrinde. Epileptische Anfälle können unterschiedliche Erscheinungsformen haben – je nach Lage und Umfang des betroffenen Hirnareals. In den meisten Fällen ist die Gabe von Antiepileptika zur Behandlung der Epilepsie erforderlich, um die Anzahl der Anfälle zu mindern. Die medikamentöse Therapie erhöht die Reizschwelle des Gehirns für das Auftreten von Anfällen. Dabei stehen inzwischen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, aus denen der behandelnde Arzt Epilepsieform und Alter des Betroffenen die passende Option auswählt. Mehr dazu