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Interaktives 4. Neuropädiatrie-Forum online: Falldiskussionen und praxisrelevante Forschungsergebnisse

13. Oktober 2020

Berlin, 14. Oktober 2020 – In diesem Jahr fand das von Takeda unterstützte Neuropädiatrie- Forum aufgrund der COVID-19-Pandemie zum ersten Mal online statt. Rund 120 Pädiater und Neuropädiater aus ganz Deutschland diskutierten Fallbeispiele und praxisrelevante Ergebnisse aus der internationalen Forschung. Die Referenten, Prof. Dr. Bernd Wilken, Kassel, Prof. Dr. Gerhard Kurlemann, Münster, PD Dr. Thomas Bast, Kehl-Kork, und Dr. Jonas Kreth, Leverkusen, deckten dabei ein breites Spektrum an neuropädiatrischen Themen ab: Von akut behandlungsbedürftigen neuropädiatrischen Erkrankungen, über Tourette-Syndrom und Blickdiagnosen bis hin zu Problemen und Lösungsansätzen bei Epilepsie tauschten die Teilnehmer interaktiv ihre Erfahrungen aus.

 

„Schnell und effektiv behandeln, das ist bei prolongierten Krampfanfällen ein Muss“, plädierte Professor Dr. Bernd Wilken, Klinikum Kassel. Tonisch-klonische Anfälle mit Bewusstseinsverlust, die über mehrere Minuten andauern, können in einen Status epilepticus übergehen. Dieser betrifft bis zu 23 von 100.000 Kindern/Jahr und kann zu schwerwiegenden neurologischen und kognitiven Langzeitfolgen mit einer Mortalität von bis zu 9 % führen.1-3 „Bereits nach 20 Minuten gehen wir davon aus, dass Nervenfasern verloren gehen“, so Wilken. Er plädierte daher für eine rasche Unterbrechung des Anfalls mithilfe einer Notfallmedikation wie z. B. bukkalem Midazolam (Buccolam®).

 

Schnelle Diagnostik und Therapiebeginn sind relevant

Wie entscheidend der rasche Behandlungsbeginn bei einem Status epilepticus ist, bestätigte auch eine von Wilken präsentierte prospektive Studie.4 Patienten mit einem intermittierenden refraktären Status oder einem Beginn des Anfalls außerhalb der Klinik erhielten häufig nur verzögert eine adäquate Notfallmedikation. Zwei von drei Kindern wurden spät (nach >10 min) behandelt und mehr als die Hälfte dieser Patienten (51,4 %) benötigte eine kontinuierliche Infusionsbehandlung.3 Aber auch bei anderen neuropädiatrischen Erkrankungen, z. B. Schlaganfall, ist das Zeitfenster für eine Therapie eng und eine rasche Diagnostik für Neuropädiater entscheidend.

 

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