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Schmerz ist eines der häufigsten Symptome einer lokalen Gewebeschädigung oder einer Krankheit und ist auch der häufigste Grund für einen Arztbesuch.1 

Die International Association for the Study of Pain (IASP) definiert Schmerz folgendermaßen: “Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit tatsächlichen oder drohenden Gewebeschäden einhergeht ….“2 

Die Einteilung des Schmerzes kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen. Von zentraler therapeutischer Bedeutung sind die Klassifizierungen nach der Zeitdauer und nach der Pathogenese.3 


Einteilung nach der Zeitdauer: 
• Akuter Schmerz (Warn- und Schutzfunktion) 
• Chronischer Schmerz (Dauerschmerz, komplexe Wechselwirkung zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren) 

Einteilung nach der Pathogenese: 
• Nozizeptiver Schmerz (vermittelt durch Nozizeptoren/Schmerzrezeptoren) bei z.B. Gewebeschädigungen oder Entzündungen 
• Neuropathischer Schmerz wird durch Schädigungen von Nerven verursacht (Neuropathie, Neuralgie)

In der Schmerztherapie spielt das WHO-Stufenschema eine zentrale Rolle. Es orientiert sich bei der Auswahl des geeigneten Schmerzmittels vor allem an der Stärke des 


WHO-Stufenschema, modifiziert nach: http://www.medizinfo.de/schmerz/thwho.htm; Zugriff am 07.02.2014 


1 Mutschler; Arzneimittelwirkungen, Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie; 10. vollständig neu bearbeitete 
und erweiterte Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2012 
2 Classification of Chronic Pain, Second Edition, "Part III: Pain Terms, A Current List with Definitions and Notes on 
Usage" (pp 209-214); IASP Task Force on Taxonomy, edited by H. Merskey and N. Bogduk, IASP Press, Seattle, 
1994. 
3 Huber, Winter; Checkliste Schmerztherapie; Thieme; 2005