Krankheitsbild

Die Prostata
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist eine Geschlechtsdrüse. Sie liegt direkt unter der Harnblase und umschließt ringförmig die Harnröhre am Blasenausgang. In der Prostata wird eine Flüssigkeit gebildet, die für die Beweglichkeit der Spermien und somit für ihre Befruchtungsfähigkeit wichtig ist. Die häufigsten Erkrankungen der Prostata sind die entzündliche Prostatitis, die gutartige Prostatavergrößerung und das Prostatakarzinom.

Das Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen der männlichen Bevölkerung. In Europa werden jährlich 2,6 Millionen neue Fälle registriert. In Österreich erkranken etwa 5.000 Männer pro Jahr, ein starker Anstieg der Erkrankungshäufigkeit ist ab dem 55. Lebensjahr zu beobachten, eine familiäre Häufung ist ebenfalls erwiesen.

Krankheitszeichen
Das Prostatakarzinom verursacht im Anfangsstadium oft keine Beschwerden. Erst bei größeren Tumoren treten klinische Symptome auf wie ein schwächerer Harnstrahl, häufiger Harndrang oder Schmerzen beim Wasserlassen.

Diagnose
Die wichtigsten Untersuchungen sind die Tastuntersuchung (rektale Palpation), die Messung des PSA-Wertes im Blut und die Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Bei Verdacht auf  einen bösartigen Tumor wird durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) mit anschließender mikroskopischer Untersuchung die Diagnose gestellt.

PSA
Das Prostata-spezifische Antigen ist ein Eiweiß, das in der Vorsteherdrüse gebildet wird und dessen Blutspiegel bei Prostataerkrankungen erhöht sein kann. Die Messung des PSA-Werts erfolgt durch eine venöse Blutabnahme und eine anschließende laborchemische Konzentrationsmessung. Die Messung des PSA-Wertes sowohl im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen als auch zur Verlaufskontrolle unter Therapie des Prostatakarzinoms vorgenommen.

 

Jänner 2018