Osteosarkom

Definition:

Das Osteosarkom stellt einen bösartigen Knochentumor dar, der unbehandelt eine ungünstige Prognose aufweist. Bevorzugte Stellen des Auftretens sind der Oberschenkelknochen knapp oberhalb des Knies und das Schienbein knapp unterhalb des Knies. Dadurch ist auch sehr häufig das Kniegelenk in Mitleidenschaft gezogen. Auch andere knöcherne Lokalisationen sind möglich.

 

 

Ursachen:

Die Erkrankung tritt bei 2-3 Personen pro 1 Million Einwohner und Jahr auf, wobei überwiegend Kinder und junge Erwachsene betroffen sind. Die Ursachen sind letztlich unbekannt, es werden jedoch einige Faktoren diskutiert (Genetik, Umweltfaktoren, etc.).

 

 

Diagnose:

Blutbefund, Röntgen, CT / MRI und Biopsie. Etwa 20% der Fälle weisen bei Erstdiagnose bereits eine deutliche Metastasierung auf; die Lunge ist am häufigsten betroffen. Lungenmetastasen sind die häufigste Todesursache. Die Rezidivrate kann bei Erstdiagnose bis zu 30% betragen.

 

 

Therapie:

Zunächst chemotherapeutische Vorbehandlung. Anschließend komplette operative Entfernung des Tumors mit Operationsgrenzen im sichtbaren gesunden Bereich. Danach erneute Kombinationschemotherapie, auch in Verbindung mit Immuntherapie, mit direkter Wirkung auf die Mikrometastasen in der Lunge.

 

 

Jänner 2018