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Osteosarkom

Das Osteosarkom ist der häufigste maligne Knochentumor. Mit einer Häufigkeit von <2.000 Fällen / Jahr innerhalb der EU und ca. 25 Fällen pro Jahr in Österreich (Inzidenz 0.3-0.5 pro 100.000 Einwohner) ist diese Erkrankung als „ultra-orphan“ einzustufen [1,2].

 Multi-modale Kombinationschemotherapie (neo-adjuvant und adjuvant) mittels Doxorubicin, Cisplatin, hochdosiertem Methotrexat, Ifosfamid und Etoposid, gefolgt von makroskopisch vollständiger chirurgischer Resektion ist heute Therapiestandard. Mit dieser Behandlungsfolge können aktuell 60-70% der Patienten mit lokalisiertem Stadium geheilt und eine Stabilisierung des 5 Jahresüberlebens erreicht werden [1,3].

 Die Prognose für bereits metastasierte oder nicht resektable Stadien ist jedoch äußerst ungünstig (<30% 5 Jahresüberleben) [1]. Neben Tumorlokalisation, Größe, Metastasierung, Alter, histologischer Sub-Typ und genetischen Faktoren spielt das histologische Ansprechen nach neo-adjuvanter Chemotherapie, gefolgt von chirurgisch vollständiger Resektion eine große Rolle für die Prognose des Patienten.

 Schätzungen zufolge haben ca. 90% aller Osteosarkompatienten Mikrometastasen [1], und nachdem bei ca. 80% der Patienten ein Rückfall primär über Lungenmetastasen beobachtet wird [4] ist die medizinische Forschung stets bemüht das Langzeitüberleben mit adjuvanter Chemotherapie zu erhöhen.

 Literatur

[1] Kager et al. 2010; Ther. Clin. Risk Management, 6:279-286

[2] Leithner et al. 2009; Eur Surg 41: Suppl. 230:112-113

[3] Bielack et al. 2009, Annals Oncol. 20:37-39

[4] Bielack et al. 2002, J. Clin. Oncol. 20:776-790

 

Jänner 2018