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Ebrantil®

Ebrantil® retard – Kapseln und Ebrantil® Ampullen:

 

Auf einen Blick:
Der Wirkstoff von Ebrantil® ist der Alpha-Adrenorezeptor-Antagonist Urapidil.
Urapidil hat periphere und zentrale Angriffspunkte. Dadurch kommt es zu einer ausgeprägten Blutdrucksenkung ohne zentrale Gegenregulation.

Die Produktpalette von Ebrantil® umfasst Kapseln zur oralen Dauertherapie der Hypertonie und Ampullen zur intravenösen Behandlung, deren Haupteinsatzgebiet die Behandlung der hypertensiven Krise/des hypertensiven Notfalls darstellt.

 

Vorteile von Urapidil in der antihypertensiven Therapie:
- Schneller Wirkeintritt
- Mit fast allen anderen Antihypertensiva kombinierbar
- Der zusätzliche zentrale Wirkansatz von Urapidil verhindert die reflektorische Zunahme des Sympathikotonus aufgrund der peripheren Wirkung. Damit ist Urapidil besonders geeignet zur Therapie der hypertensiven Krise/des hypertensiven Notfalls.
- Positive Beeinflussung des Lipidprofils
- Möglichkeit der Erhebung der Responderprognose. Man kann bereits anhand der Reaktion auf die erste orale Dosis den Behandlungserfolg abschätzen.

 

Anwendungsgebiete:

Ebrantil® wird bei Erwachsenen angewendet.

 

Ebrantil® Kapseln:

Langzeitbehandlung der Hypertonie

 

Ebrantil® Ampullen:
- Hypertensive Krise
- Schwere bzw. schwerste sowie therapieresistente Formen der Hypertonie
- Kontrollierte intra- und/oder postoperative Blutdrucksenkung bei Hypertonien oder Blutdruckkrisen.

 

Wirkstoff:

Urapidil

Wirkungsweise:
Urapidil ist ein Alpha-Adrenorezeptor-Antagonist mit peripheren und zentralen Angriffspunkten.

Peripher blockiert Urapidil bevorzugt postsynaptische alpha-1-adrenerge Rezeptoren und hemmt somit den vasokonstriktorischen Angriff der Katecholamine.
Damit führt Urapidil zu einer Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Widerstandes.
Zentral moduliert Urapidil die Aktivität der Kreislaufregulationszentren; dadurch wird eine reflektorische Zunahme des Sympathikotonus verhindert oder der Sympathikotonus gesenkt. Die Herzfrequenz bleibt weitgehend konstant oder steigt nur geringfügig an. 
Das Herzzeitvolumen wird nicht verändert; ein infolge erhöhter Nachlast vermindertes Herzzeitvolumen kann ansteigen.

Belastungsbedingte Blutdruckspitzen beim Hypertoniker werden abgefangen.
Unter Behandlung mit Urapidil konnte eine Regression der linksventrikulären Hypertrophie festgestellt werden.
Bei erhöhtem pulmonal-arteriellen Druck senkt Urapidil den pulmonalen Widerstand und Druck im kleinen Kreislauf.

Nach oralen Einzeldosen ist ein Wirkungseintritt nach etwa 1 Stunde, ein Wirkungsmaximum nach etwa 4 bis 5 Stunden zu erwarten. Die Wirkdauer beträgt – je nach individuellem Ansprechen und abhängig von der eingenommenen Dosis – ca. 12 bis 24 Stunden.

Darreichungsformen:

Ebrantil® retard 30mg-Kapseln
Ebrantil® retard 60mg-Kapseln

Ebrantil® 25mg-Ampullen (Injektionslösung)
Ebrantil® 50mg-Ampullen (Injektionslösung)

Dosierung und Einnahmehinweise:

Ebrantil® Kapseln:
Die Kapseln sollen morgens und abends zu den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
Für eine behutsame Blutdrucksenkung wird die Behandlung mit einer zweimal täglichen Gabe von Ebrantil® 30mg (entsprechend 2xtäglich 30mg Urapidil) begonnen.
Ist eine schnellere Blutdrucksenkung erwünscht oder notwendig, so kann die Behandlung auch mit einer zweimal täglichen Gabe von Ebrantil® 60mg (entsprechend 2xtäglich 60mg Urapidil) begonnen werden.
Die Dosierung kann schrittweise den individuellen Erfordernissen angepasst werden.

Eine allfällige Dosiserhöhung bei unzureichender Wirkung sollte wegen des zu erwartenden Wirkungsmaximums nicht vor der dritten Behandlungswoche erfolgen.
Der Dosierungsbereich für die Erhaltungstherapie beträgt 60-120mg Urapidil pro Tag, wobei die Gesamtmenge auf zwei Einzelgaben verteilt wird. Hierfür stehen Ebrantil® 30mg und 60mg zur Verfügung.
Eine Tagesmaximaldosis von 180mg sollte nicht überschritten werden.

 

Ebrantil® Ampullen:
Ebrantil® Ampullen werden bei hypertensiver Krise/hypertensivem Notfall und schweren, schwersten und therapieresistenten Formen der Hypertonie angewendet. Die individuelle Dosierung erfolgt stufenweise und ist abhängig von der Wirkung.
Ebrantil® Ampullen werden intravenös als Injektion oder Infusion am liegenden Patienten verabreicht. Sowohl ein- oder mehrmalige Injektion als auch intravenöse Langzeitinfusionen sind möglich. Injektionen lassen sich mit anschließender Langzeitinfusion kombinieren.
Überlappend mit der parenteralen Akuttherapie ist der Übergang auf eine Dauertherapie mit einem oral zu verabreichenden Blutdrucksenker möglich.

 

Wichtige Dokumente:

FI Ebrantil® i.v.

FI Ebrantil® Kps.